Osternest

Eigentlich hätte an dieser Stelle „Die Demut der Schokoladenkönigs“ erscheinen sollen. Manchmal kommt es dann doch anders als man denkt. Aber nicht so schlimm ;=) „Ein innerlicher Mensch weiss sich in die Dinge zu schicken, wie die Dinge kommen“ ;=)

 

 

Nichtsdestotrotz sollte sich in jedem Osternest ein solch leckeres Osterhäschen befinden – ein echter Genuss!

 

 

Frohe Ostern wünsche ich allen Ladies und Gentlemen !

Und nach Berlin kommen sie jetzt auch.

 

 

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Baselworld

Baselworld, die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse, bildet das ab, was sie ist: Luxus pur! Besonders auf den Etagen der Edelmarken vereinen sich Edelsteine, Metalle, Kreativität und Perfektionismus zu einer Symbiose. Immer wieder beeindruckend zu sehen, wozu der Mensch fähig ist, Schönes und Wertvolles zu gestalten und so zu präsentieren, dass der Wert auf Grund dessen schon ins Gigantische zu steigen scheint.

Picchiotti

Christiane Deps

Eine Augenweide für Liebhaber schöner Schmuckstücke, phantastischer Uhren, allen voran die Schweizer Uhren Rolex, Omega, Cartier, Patek Philippe, TAG Heuer, Longines, Breguet, IWC Schaffhausen, Chopard, ETA, Zenith, Jaeger-LeCoultre, Breitling, Bucherer, Hublot.

 

New 2017 Patek Philippe

Auch Ladies erfreuen sich daran, ohne sich blenden zu lassen. Sie bewahren im Kern ihre Bescheidenheit und pflegen in allem einen massvollen Umgang. Das macht es möglich, neben Glanz und Luxus den dahinterstehenden Menschen niemals aus dem Auge zu verlieren, in etwa so, wie die Bürger der Schweizer Uhrenproduktionsstätte in Le Locle, diese seien „aufrecht wie die Tannen“. Ja, so ist es, und so sollte es bleiben!

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Gier? Nichts für Ladies!

 

 

gier

Haben Sie schon einmal eine Schlacht am Buffet erlebt?  Vorsicht ist geboten, denn Heisshungrige haben Vortritt! Zum einen haben sie länger als 2 Stunden nichts gegessen, zum anderen sind die Teller viel zu klein und die Augen viel zu gross.  Die Zeit ist daher knapp, Rivalen auszuschalten, die das Objekt der Begierde gleichfalls  erobern wollen. Gewöhnlich halten sich Ladies bei  Überlebenskämpfen um Kaviar, Wildlachs und Crevetten diskret zurück, suchen den nötigen Abstand und beobachten das bunte Treiben lieber aus der Ferne.

Zuviel Schein, zu wenig Sein?

Ob reich oder arm, wenn der Mensch «Hunger» hat, vergisst er alles, was mit Anstand und Würde zu tun, da hilft es auch nicht, im Besitz einer Luxuswohnung zu sein, bei der 17 Quadratmeter für 1 Million Dollar zu haben sind. Verhältnismässigkeit gibt es in solchen Kategorien nicht mehr. Must have – um dazuzugehören! So kann nicht nur Materie, sondern auch Anerkennung zur Gier werden – für alle und jeden, dank Facebook oder Instagram zu haben. Da zählt, wer die meisten Freunde oder Abonnenten hat. Bei zu wenig likes kann das Selbstwertgefühl schon mal im Keller versinken und braucht Tage, wenn nicht sogar Wochen, um sich mit aller Kraft wieder aufzurappeln. 😉

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Contenance ist dann angesagt, wenn die Gier den Menschen zu beherrschen versucht. Schneller als man denkt schlittert man hinein, Gabeln werden zu Waffen und Menschen ätzend, wenn sie einem das letzte amuse bouche vor der Nase wegschnappen. Das kann die ganze Stimmung abgrundtief «versauen», denn alles dreht sich dann nur noch um MICH und darum, zu kurz gekommen zu sein, benachteiligt vom Leben und sowieso….

……und sowieso…. und schwupps landet man in der Falle der Gier. Wie alle Untugenden ist es nicht zuletzt eine Sache der Einstellung. Wie denke ich über mich?

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Ein Gieriger glaubt immer zu kurz gekommen zu sein und Ersatzbefriedigungen verhelfen ihm, diesen geglaubten Mangel mit Essen, Trinken, Drogen, Sex, Macht oder Reichtum etc. wenigstens kurzfristig zu befriedigen. Einen kurzen Moment glaubt man satt zu sein und ist es doch nicht. Ein Fass ohne Boden oder wie es Erich Fromm formuliert: «Der Gierige erschöpft sich in der nie endenden Anstrengung, seine Bedürfnisse zu befriedigen, ohne dass ihm dies je gelingt».

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Die Gier kennt deshalb auch kein Mass, weil sie nie genug hat, neigt sie  immer zur Masslosigkeit. Mit gesunder Eigenliebe hat das schon lange nichts mehr zu tun. Jeder, der sein Ego überfüttert, scheitert früher oder später an sich selbst. Untugenden haben allesamt nichts mit Freiheit zu tun, sind besitzergreifend und halten fest wo sie loslassen sollten.

Ein Gieriger herrscht genauso wenig über sich selbst wie ein Geiziger, Eifersüchtiger oder Stolzer. Und weil sie sich selbst nicht beherrschen können, neigen sie dazu, andere mit ihren Untugenden zu beherrschen, im Extremfall gar zu tyrannisieren – natürlich ohne sich dessen bewusst zu sein.

 

 

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Ach, sagen Sie mir einen Mann, der nicht mehr will….

lotto

Ihr Lachen bezaubert, entwaffnet und ermutigt, herzlich, stilvoll und zugleich unendlich gelassen. Eine echte Wiener Salon Dame, gibt Einblicke in ihr Leben und ihr Denken. 16 Jahre lang war Lotte Tobisch als Organisatorin des Opernballs im Einsatz und erlebte dabei Demonstrationen, Starrummel und Stornierungen. „Den Opernball habe ich so genommen wie ich sehr vieles und vor allem mich selber nehme: Ernsthaft machen aber nicht ernst nehmen».  Eine aussergewöhnliche Frau und ganz lady like ist sie kein Mensch, der seine Umgebung unentwegt mit seinen eigenen Sorgen belastet….

Denken Sie gerne über sich nach?

Über mich nicht so sehr, ich denke über das Leben und über andere Menschen nach. Wenn sie sich allerdings ein Leben lang mit anderen Menschen beschäftigen, dann kommt man wiederrum auf sich selbst zurück. Man ist ja nicht so viel anders. «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» denn dein Nächster ist wie du.

Gelassenheit, Selbstironie haben diese Tugenden des Alters an Bedeutung gewonnen?

Natürlich bin ich im vorgerückten Alter gelassener und im Umgang mit Menschen nachsichtiger, rücksichtsvoller und vorsichtiger im Urteil geworden. Ein Grund, den ich schon erwähnt habe, liegt darin, dass man sich über die anderen selbst kennengelernt hat. Im Moment gelte ich überall als Vorbild, das bin ich nicht. Ich habe in meinem Leben viele  Fehler und auch Blödsinn gemacht.

Intellektuelle und Denken z.B. Adorno haben ihr Leben begleitet. Wie kamen Sie zu diesen Philosophen.

Es waren Zufälle und es war mir offenbar gegeben, diese beim Schopfe zu packen. Ich hätte nie gedacht, dass eine freundschaftliche Beziehung mit dem grossen Adorno wachsen könnte, von der ich unendlich profitiert habe.

Aber er wollte ja mehr?

Ach, sagen Sie mir einen Mann, der nicht mehr will. Natürlich habe ich ihm gefallen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es nicht nur auf die Männer, sondern auch auf die Frauen ankommt.  Adorno hat sehr bald gemerkt, dass da nichts ist, er hat mich interessiert und ich habe ihn interessiert und so hat man sich gefunden. Das wurde dann eine echte Freundschaft, die so weit ging, dass er mir alle seine Kümmernisse anvertraute.

Sie kommen aus gutem Haus und sind mit Personal aufgewachsen, hatten keine finanziellen Sorgen. Haben Sie eine Ahnung wie es Menschen geht, die das nicht haben?

Einerseits bin ich in einem goldenen Käfig aufgewachsen, andererseits habe ich während des Krieges keinen Groschen Geld gehabt und habe das Leben 1945 mit all seiner Brutalität kennengelernt. Mein Fazit: Nimm das Leben wie es ist und nicht wie du es dir vorstellst! Revolutionen können unendlich viel verändern, nur eines nicht – den Menschen. Das sollten wir zur Kenntnis nehmen. Auch, dass wir nicht so grossartig sind wie wir meinen und glauben, auf alles Anrecht zu haben.

Anti aging, aktiv Aging, was denken Sie, wenn man Ihnen sagt, was Sie essen sollen, wie Sie sich bewegen sollen und was Sie denken sollen damit sie gesund alt werden?

Ich benutze seit eh und je Nivea Creme und habe niemals eine Diät gemacht. Der Mensch hat ein Ablaufdatum, wie alles in der Welt, für mich wäre es eine Horrorvorstellung mit «Ersatzteilen» 200 Jahre leben zu müssen. Man hat ein Recht zu leben und ein Recht zu sterben, und ich will sterben. Alles was verordnet und verboten wird, halte ich für völlig falsch, ein gewisses Mass an Erfahrungen soll man den Menschen lassen.

Ihre Beziehung zu Buschbeck war die grosse Liebe Ihrer Lebens und Sie sagen die Fröhlichkeit ist heute noch der Humus dieser Beziehung?

Ach ja, die Fröhlichkeit ist so eine Sache, ganz so fröhlich, wie ich aussehe bin ich nicht. Vielleicht ist es weniger die Fröhlichkeit als eher die Verbundenheit mit dem Leben. Erfahren durfte ich das in einer 11jährigen glücklichen Liebe. Ich bin kein Freund, der seine Umgebung unentwegt mit seinen eigenen Sorgen belastet, die Freuden hingegen teile ich gerne. Aber Leiden, Kümmernisse, meine Bedenken und Traurigkeit gehören mir, das mache ich mit mir aus.

Auch Ihre Einsamkeit?

Ich bin gerne allein aber einsam bin ich eigentlich nicht. Ich habe viele jüngere Leute um mich, die mich gerne um Rat fragen, denen sage ich allerdings, macht es nicht so wie ich, sondern werdet eigenständig und lasst euch nichts einreden.

Ich finde, so lange man kann sollte man etwas tun, vor allem dann, wenn es etwas ist was anderen zugutekommt. Was aber bleibt und wirklich wichtig ist, ist die Liebe.

 

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Eifersucht? Nichts für Ladies!

 

Das Gericht sah es als erwiesen an:  Eifersucht mit mehreren Messerstichen. Nein, soweit muss es nicht kommen, aber machen wir uns nichts vor, keiner von uns kann wohl von sich behaupten, ganz frei davon zu sein.

Dieses Gift hat es in sich, zeigt sich manchmal sogar von seiner schönsten Seite, denn jeder Mensch sucht sich seine eigenen Strategien, um zu  kaschieren und zu verdrängen. Und wer von uns hört schon gern, dass sich im Grunde genommen egoistische Motive hinter allen Untugenden wie Eifersucht, Neid, Geiz, Gier, Stolz etc. verbergen.

Sie vielleicht? Also ich nicht!

Eifersucht ist kein Phänomen, dass nur zwischen Mann und Frau besteht, daher ist ein Blick in die Bibel, ob religiös oder nicht, empfehlenswert.  Schon dort wird sehr treffend in der Geschichte «Kain und Abel» darüber berichtet, wie es sich unter Geschwistern schleichend verbreitet, manchmal auch abrupt über einen herfällt, wie ein reissender Wolf. Eifersucht richtet immer Schaden an, daher ist es trügerisch von einer gesunden Eifersucht zu sprechen, die gibt es nicht und wird es nie geben.
Es sind die anfänglich vielleicht noch harmlosen Gedanken, die einen allmählich wie einen Sklaven gefangen nehmen  und sich nach und nach zu einer Lawine aufbauschen. Schreckliche Momente der Ungewissheit, des Zweifels, der Machtlosigkeit und des Kontrollverlustes breiten sich aus und alles dreht sich nur noch um diese imaginäre Macht.

Wie viele Untugenden, so hat auch die Eifersucht ihr eigenes System, vom schönsten Engelsgesicht bis zur hässlichsten Fratze hat sie viele Gesichter, nur nicht dass der Liebe oder vielmehr der wahren Liebe. Besonders anschaulich zu lesen oder zu sehen bei «Anna Karenina». Ausgerechnet  Annas Mann, der allen Grund gehabt hätte eifersüchtig zu sein,  war es nicht!  Nein, von Gleichgültigkeit kann hier nicht die Rede sein, nur suchte er nicht den bitteren Weg der  Eifersucht.
Anna hingegen wurde davon geplagt, nachdem die erhoffte Liebe zu ihrem Geliebten Wronskij ihren Erwartungen zum Trotz nicht den gewünschten Weg einschlug und hinterliess nichts weiter als zerstörerische  Gedanken, die genährt wurden durch Enttäuschung, Zweifel, Misstrauen, Eifersucht und schliesslich – Rache.

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Auszug aus „Anna Karenina“  von Leo Tolstoi
Anna: Er ist der Mittelpunkt meines Lebens und ich fordere von ihm, dass er sich mir ganz zu eigen gebe, er aber möchte sich immer mehr und mehr von mir entfernen…. Er liebt mich schon lange nicht mehr. Und wo die Liebe aufhört, da beginnt der Hass.
Wronskij: Ich habe mir ihr gegenüber nichts zuschulden kommen lassen, dachte er. Wenn sie sich selbst strafen will, umso schlimmer für sie. Immer wieder beteuerte er, dass sie keinen Grund zur Eifersucht habe…

Den ganzen Tag verbrachte sie in dumpfer Verzweiflung….Mitleid mit sich selbst ergriff sie. Das Lächeln auf ihrem Gesicht erstarrte, als sie sich Wronskijs Verzweiflung nach ihrem Tode vorstellte….wie er sich in Qual und Reue zerfleischen und ihr Andenken lieben würde, wenn es zu spät wäre.
Das einzige Mittel, in seinem Herzen wieder die Liebe zu ihr zu entfachen, ihn zu bestrafen und in jenem Kampfe zu besiegen, den der böse Geist, der sich in ihrem Herzen eingenistet hatte, mit ihm führte, war der Tod.…..

……glaubte sie in ihrem Wahn und wählte damit den denkbar schlechtesten Weg, denn weder Mord noch Selbstmord heilt von Eifersucht! Wer sich dieser Macht beugt, versagt sich selbst die Freiheit und lässt es zu, sich selbst und andere  zu tyrannisieren.

Es gibt einen besseren Weg, vielleicht wäre es an der Zeit, die alten Fesseln abzulegen und den guten Samen wachsen zu lassen? Nämlich sich am Glück anderer zu erfreuen, zufrieden zu sein, dem anderen etwas Gönnen zu können und vertrauensvoll zu sein? Dies bedingt allerdings eine Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, sich mit allen seinen Fehlern und Schwächen anzunehmen und  Eigenverantwortung für sein Denken und Handeln zu übernehmen.

Das wünsche ich jedem von uns.

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Das Liebesdrama der Anna Karenina

 

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Gewisse Bücher oder wenigstens Verfilmungen sollten zum Repertoire eines jeden gehören, sofern er die Welt und die menschlichen Tugenden und Abgründe besser verstehen will.  Anna Karenina ist ein Muss, nicht nur für alle Freunde gepflegter Umgangsformen und schöner Kostüme, sondern ein Muss für alle, die sich nicht mit oberflächlichen,  zwischenmenschlichen Beziehungen in der Literatur zufrieden geben.

Tolstoi selbst ein russischer Adliger, war nicht nur ein Kenner seines Standes, sondern auch ein subtiler Beobachter seiner Zeitgenossen. Anna Karenina eines seiner Meisterwerke wurde schon mehrfach verfilmt. Zu den gelungenen, allerdings sehr gerafften, zählt diese Verfilmung.

Anna, die Hauptdarstellerin des Romans ist verheiratet mit dem eher nüchternen, leidenschaftslosen Karenin und lebt in wohlhabenden und damit auch sorglosen Verhältnissen, bis zu dem Zeitpunkt,  als sie Graf Wronskij einem Offizier und Rittmeister begegnet, der sich sofort in die anziehende geheimnisvolle Frau verliebte. Anna, die eigentlich beabsichtigte die Ehe ihres untreuen Bruders in Moskau zu retten, gerät selbst in einen Strudel der Gefühle, denen sie sich nach anfänglicher Zurückhaltung ergibt. Was als geheime Verliebtheit beginnt, schockiert kurz darauf den russischen Adel. Der Skandal bleibt nicht ohne schicksalhafte Folgen.

Der Anfang vom Ende.

Die leidenschaftliche Affäre bestimmt fortan ihr Leben. Selbst ihre Reue, die sie nach einer Fehlgeburt empfand, währte nur kurz. Das Sehnsucht nach ihrer Genesung in den Armen von Wronskij zu liegen, war stärker als ihre Vernunft, sodass sie sogar die Trennung von ihrem über alles geliebten Sohn in Kauf nimmt, in der Hoffnung, ein neues Leben an der Seite ihres Geliebten zu führen. Nicht nur die äusseren Umstände machten diesen Wunsch zunichte, sondern Zweifel und Eifersucht plagten sie hinfort, aus denen sie keinen Ausweg mehr fand….

 

 

 

 

 

 

Und ewig lockt das Weib

Beautiful and sexy girl in erotic underwear

„Mein Körper ist ein Geschenk und Geschenke gehören schön verpackt!“ So wirbt der schweizerische Unterwäschehersteller Calida mit dem neuesten Slogan in der Vorweihnachtszeit. Auch, wenn Calida ganz und gar nicht das „Nonplusultra“ exquister Unterwäsche ist, sondern eher  etwas langweilig ohne gewisses Etwas daherkommt, so ist doch etwas Wahres an dieser Aussage, ganz besonders für Ladies, die Wert auf edle Stücke – ob drüber oder drunter – legen.

Natürlich ist das Dessous kein notwendiges Requisit einer Beziehung und selbst das verführerischste kann eine gescheiterte Beziehung nicht retten, aus der männlichen Perspektive betrachtet kann es aber einer intakten Beziehung durchaus etwas frischen Wind verleihen. Wenn es da nicht so länderspezifische Eigenheiten gäbe.

Am schwersten tun sich deutsche Frauen, bei denen muss Unterwäsche in weiss, schwarz oder beige insbesondere praktisch und funktionell sein, das bedeutet in etwa so viel wie kochfest und damit fallen die raffinierten französischen Dessous schon mal alle durch, weil diese nur schonende Handwäsche überleben.

Pech für alle Männer, die mit deutschen Frauen verheiratet sind. Denn für jene Frauen ist der Unterwäschekauf eher eine Notwendigkeit und hat weniger mit Leidenschaft oder «man gönnt sich ja sonst nichts» zu tun! Oh là là! Französinnen hingegen kaufen Dessous wie andere Schokolade. Nicht umsonst sind sie in dieser Disziplin Europa-Meisterinnen. Man kann den Franzosen ja manches nachsagen, aber in Sachen Genuss und Sinnlichkeit sind sie anderen Nationen überlegen, und die französische Lingerie ist und bleibt konkurrenzlos.

Paris die Stadt der Liebe, auch wenn damit die falsche oder vielmehr käufliche Liebe gemeint ist, lebt von diesen Reizen. Verführerische Dessous in sämtlichen Ausführungen prägen eine ganze Nation. Und natürlich gilt auch hier das Gebot der Unterscheidung zwischen ordinär und ästhetisch!

Aber es lohnt sich, diese mal von der Nähe anzuschauen. Liebevolle Details, aus Tüll, Spitze, Samt, mit Knöpfchen, Schleifchen, Steinchen, Anhängerchen, verziert, gerafft plissiert geschnürt, aus unterschiedlichen Stoffen zu einem Ganzen zusammengefügt. Eine hohe Schneiderkunst und keine Billigware! Sind sie praktisch? Nein! Schön? Ja!

Vielleicht doch mal ein Grund auf der nächsten Reise ein Geschäft auf der Champs-Élysées aufzusuchen. Ein Grossteil der Französinnen pflegt ihre Weiblichkeit bewusst, indem sie sich mit schönen Dessous gerne auch selbst eine Freude machen. Bei den Herren der Schöpfung, ob sie dieses nun zugeben oder nicht, sind sie jedenfalls beliebt. Das liegt daran, dass Männer stark über die Augen stimuliert werden. Logischer Weise reagieren sie stark auf visuelle Reize und damit, wie der Name schon sagt, auch auf Reizwäsche. Ein Grund, weswegen man an Automessen verführerische oder aufreizende Schönheiten auf die Kühlerhaube setzt. Ich glaube, dies einspricht einer Logik, mit der ausnahmsweise sowohl Männer als auch Frauen etwas anzufangen wissen?

PS: Das wichtigste hätte ich fast vergessen! Eine Untersuchung zeigte, dass Frauen, die immer wieder neue Dessous tragen, im Allgemeinen viel treuere Männer haben als Frauen mit züchtiger Unterwäsche.

Vielleicht wäre das ja ein Weihnachtsgeschenk für Ihre Frau! Es kann auch ein Gutschein eines der traditionellen Dessoushersteller sein. Diese sind in jedem guten Warenhaus vertreten.

Lise Charmel, Marjolaine Lingerie, Maison Close oder Aubade …

Apropos „Calida“ hat vor ein paar Jahren Aubade gekauft, zum Glück hat sich mit dieser Übernahme nichts am Design geändert.

 

Women's bras close-up on desk

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Ein „himmlischer“ Gentleman

Elegant man in a suit with glass of beverage and cigar in vintage room. Fashion.

Fragen Sie sich auch manchmal, wo er geblieben ist, oder was ihn von anderen Männern unterscheidet?

Gehört der Gentleman zur Spezies «englischer Mann», der antiquiert und emotionslos nicht mehr so recht ins 21. Jahrhundert passen möchte? Oder ist er ein Mann von Welt, ein Lebemann, der in massgeschneiderten Anzügen, rahmengenähten Schuhen und mit Louis Vuitton Taschen in 80 Tagen um die Welt jettet? Oder traf König Jakobs II. den Nagel auf den Kopf mit der Bemerkung, die Schaffung eines Gentlemans sei dem Allmächtigen vorbehalten?

Eine einheitliche und allgemeingültige Definition des Gentlemans gibt es nicht, und nein, auch Ihr Seelenheil hängt nicht davon ab, ob Sie als Gentleman eine Art Lebenskunst zelebrieren oder als ungehobelter Kauz durchs Leben stolpern. Nichtsdestotrotz – en vogue ist er wieder. Selbst ein Filmemacher wie Quentin Tarantino favorisiert eindeutig die Haltung des Gentlemans.

War es in der Vergangenheit unumgänglich, einer gesellschaftlichen Schicht anzugehören, in die man hinein geboren wurde und die über das weitere Schicksal bestimmte, haben wir heute zumindest in Europa eine gewisse Wahlmöglichkeit, für die es allen Grund gibt, dankbar zu sein.

Aber machen wir uns nichts vor, elitäre Netzwerke gab es schon immer und wird es immer geben, und auch Kleidung war nie unwesentlich und wird es nie sein. siehe Clip unten

Den Gentleman interessiert aber nur wenig, ob und was gerade in Mode ist. Er degratiert sich auch nicht selbst zur Witzfigur, wie in Guccis menswear präsentiert. Sein gefestigter Charakter, dem infantil mimosenhaftes Verhalten ebenso fremd ist wie überheblich machohaftes Gebaren, ist immun gegenüber plumper Manipulation. So gehört er zu denjenigen, die es nicht nötig haben, jedem Trend hinterher zu laufen. Ihm haftet in seiner Beständigkeit mitunter sogar etwas Langweiliges an.

Selbstverständlich ist es nicht der Weisheit letzter Schluss zu wissen, wann man einen Cut oder Smoking trägt, dass Krawatte und Einstecktuch nicht identisch sein sollte oder «Don’t wear brown after six» – zum «kleinen 1×1» eines echten Gentlemans gehören. Aber ein allseits gern gesehener Gast ist er allemal, manche Dame erhofft sich insgeheim, von einem Wiener Gentleman mit «gnädige Frau» und Handkuss begrüsst zu werden.

Ritterliche Tugenden

Sollten Sie zu den Leuten gehören, die in der Lage sind, Ihren Lebensunterhalt gänzlich ohne Arbeit zu bestreiten und zum Adel gehören, hätten Sie in der Vergangenheit alle Trümpfe in der Hand gehabt. Dies war die Voraussetzung, um die Würde eines Gentlemans zu erlangen. Das ist zum Glück passé. Zumal andere Kriterien einen wahrhaften Gentleman oder zu gut deutsch «Ehrenmann» auszeichnen. Es versteht sich von selbst, dass ein Ehrenmann nicht die «eigene Ehre» sucht. In diesem Zusammenhang sei auf das gentlemanlike Understatement eines Schweizer Luxus-Uhrenhersteller hingewiesen, der von sich sagte: «Ich habe Ruhm und Ehre nie gesucht. » Die bekannte englische Schriftstellerin Jane Austen (1775 – 1817) hatte in ihren Büchern (Filmen) ein besonderes Gespür, die echten von den unechten zu unterscheiden. Nicht die Vornehmheit, sondern die Tugenden adelten ihre Romanfiguren.

Wenn ritterliche Tugenden fehlen, dann gleicht der Gentleman eher einer  „schönen Flasche“ aber ohne Inhalt. Die Vorstellung, dass wahrer Adel nur durch die rechte Gesinnung eines Menschen und nicht durch Geburt erworben werden kann, wurde in der höfischen Literatur thematisiert. Daraus entwickelte sich auf der Grundlage des höfischen Gesellschaftsideals der sogenannte Tugendadel. Der wilde germanische Recke entwickelte sich Ritter. Ein wahrer Ritter musste demnach nicht bloss von seiner gesellschaftlichen Position, sondern primär von seiner Herzenshaltung her adelig sein. Es genügte, wenn seine moralische Gesinnung edel und rein war. Jede einzelne dieser zwölf Tugenden verdient es, erwähnt zu werden:

  • Demut
  • Würde
  • Freundlichkeit
  • seelische Hochstimmung
  • Höflichkeit
  • Tapferkeit
  • maßvolles Leben
  • Großzügigkeit
  • hingebungsvolle Liebe
  • Beständigkeit
  • Treue
  • Anstand

Diesen Tugendkatalog kann man sich natürlich nicht aneignen, wie die Regeln eines Knigge Ratgebers. Eine Erneuerung des «Geistes» und damit der Herzenshaltung ist Voraussetzung, um auch nur ansatzweise diesem «Ideal» folgen zu können. Weltlich betrachtet scheint es hier die Karriereleiter nicht nach oben, sondern nach unten zu gehen. Der schnelle Gewinn bleibt aus und obendrein kann eine solche Charakterschulung sehr, sehr lange dauern.  Dennoch lohnt es sich, diese Reise auf sich zu nehmen.

Hat sich der tapfere Gentleman in den Rittertugenden bewährt, darf auch mal getrost über stilistische Unkorrektheiten hinweggesehen werden. Ob die Krawattenspitze exakt einen Zentimeter unter dem Hosenbund beziehungsweise Gürtel endet, die falschen Schuhe zu feinem Anzug oder groben Tweed getragen werden oder die allzu farbigen Socken im Wettstreit zu den vollendeten Manieren stehen, ist dann sekundär. Zumal eine Lady manches übersehen, aber alles überblicken wird!

Die lange Version des  Artikels erschien zuerst bei The Cathwalk.

PS Kleider machen Leute….