Der Couturier der Tannen

 

Geduld ist eine Tugend! Für Johann Wanner, dem «Couturier der Tannen» ist Abstand nehmen eine Variante davon, nur so bekäme man die richtige Sicht auf`s Ganze. Sich diese Zeit zu nehmen, kostet allerdings etwas und wird einem nicht geschenkt. Für eine Blogschreiberin heisst das konkret, fast ein Jahr warten zu müssen, um diesen Beitrag erscheinen zu lassen, passend zur Zeit der Lichter, Kugeln, Sterne und Ketten – weder vorher noch nachher…

Aber nun ist es soweit, wir schreiben das Jahr 2017 genau, den 1. Dezember, für manche die schönste Zeit im Jahr, besonders aber für den «Modeschöpfer des Weihnachtsbaum» .

Johann Wanner macht sich allerdings selbst nichts vor, er verkauft etwas was niemand braucht – aber die Seele erhebt. Handgefertigte also mundgeblasene teils in Eigenregie kreierte Kugeln aus Böhmen, Polen und der ehemaligen DDR. Und diese haben ihren Preis!  Liebevoll gefertigte Einzelstücke für Liebhaber des Weihnachtsschmuckes und ein Zauber für jedes Kind, welches diesen Laden betritt. Im protestantischen Basel, welches sich gerne mit «Bescheidenheit» brüstet, also mit Geld das man zwar hat aber nicht zeigt, ist das natürlich ein hartes Pflaster, aber das kann dem Geschäft nichts anhaben, zieht es doch Kunden aus aller Welt an.  Eine erste Adresse ist der «Father Christmas» wie ihn die «Los Angeles Times» nannte. Selbstverständlich nennt er keine Kundennamen aber laut anderer Quellen hat er die Tanne auf dem Petersplatz für den Papst geschmückt und zierten Weihnachts-Dekorationen und Bäume schon Michael Jacksons Neverland Ranch, die Räume des Buckingham Palasts und des Weissen Hauses.

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Johann Wanner wurde in seiner Kindheit durch weihnachtliche Rituale geprägt, wodurch er nicht zuletzt seine Individualität bewahren konnte. Er IST und scheint nicht, er biedert» sich nicht an und verschwendet keinen Gedanken daran, was andere über den katholisch aufgewachsenen denken könnten. Er ist sich selbst treu geblieben und wie ein Gentleman, der gerne Cutaway trägt und massangefertigte Hosen trägt, forderte er schon in der Vergangenheit immer die älteste Dame zum Tanz auf und sucht für sich selbst jedes Jahr den hässlichsten Weihnachtsbaum aus. Seinen Baum schmückt er immer allein zu den Klängen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Herausforderungen scheut er nicht, sondern scheint diese gerade zu suchen. Seine ebenfalls aussergewöhnliche Frau Ursel aus dem Norden Deutschlands unterstützt ihn seit über 40 Jahren, zwei aussergewöhnliche Menschen sind dabei zu einem aussergewöhnlichen Paar verschmolzen.

Sein Sohn schenkte ihm zum letzten Weihnachtsfest etwas ganz Besonderes, der extra angebrachte Schriftzug «Charakter und Stil» verbarg sich dezent auf der Cognac Flasche. In der Tat blitzten diese Eigenschaften immer wieder an unserem Treffen durch. Der noch heute leidenschaftliche Eistänzer, der sich als Individualist nie für einen Mannschaftssport erwärmen lies, trägt selbstverständlich individuell gefertigte Manschettenknöpfe und die Zweit-Wohnung des Ehepaars ist mit auserlesenen Antiquitäten eingerichtet. Die Sonne strahlte am 28. 12. 2016 auf ihrer Terrasse und wirft besonders lange Schatten.

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Und hier noch eine grandiose Zugabe, die Johann Wanner auch gefallen dürfte. Wie sagte er doch in einem Interview:

„Wenn auf dem Eis eine anspruchsvolle Figur nach hundertfachem Üben plötzlich in Vollendung gelingt, macht mich das ähnlich glücklich wie ein perfekt geschmückter Weihnachtsbaum“. website

https://www.youtube.com/watch?v=_mX42087N4Q

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Stolz? Nichts für Ladies!

 

 

Stolz macht uns klein und lächerlich und gross ist, wer ihn überwindet.

Stolz, die Ursache aller Untugenden betrifft uns alle. Sie bildet den Beginn und sogleich den  Abschluss einer Reihe anderer Untugenden wie Neid, Eifersucht, Geiz, Gier und  Bitterkeit. Im christlichen Kontext gehören diese zu den «Sünden» und in der säkularen Welt zu jenen Dingen, von denen wir glauben, dass diese uns irgendwie voranbringen.  Kurzum sie werden positiv besetzt. Als handle es sich nicht um Untugenden sondern um Tugenden, neigen wir  immer wieder dazu, auf den hanebüchenern Unsinn reinzufallen, als gäbe es tatsächlich eine gesunde Form einer schlechten Eigenschaft. Was tut man nicht alles, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, so ist Geiz geil, Gier ist gut, Neid spornt an, Eifersucht kann durchaus gesund sein und Stolz muss man heute auf jeden Pipifax sein, sonst liebt man sich und den anderen nicht genug. Zugegeben Bitterkeit hat es auch hier schwer, bildet aber den ultimativen Abschluss einer langen Lebensreise voller Untugenden bis zur Endstation. Seit Menschen gedenken begleiten uns diese nicht nur, sondern standen schon immer im Ansehen.,

Kein Geringerer als Lew Tolstoj schrieb nach den beiden Welterfolgen «Krieg und Frieden» und «Anna Karenina»: «Ehrgeiz, Herrschsucht, Eigennutz, Wollust, Hochmut, Zorn, Rache – dass alles stand in Ansehen. In dem ich mich diesen Leidenschaften überliess, wurde ich der Mehrheit ähnlich und fühlte, dass man mit mir zufrieden war.» Wie er schrieb, begann er aus Eitelkeit, Eigennutz und Hochmut zu schreiben, wurde berühmt und die Welt lag ihm zu Füssen.

Ein stolzer Mensch macht sich im Grunde genommen selbst zu Gott. Sein Wirkungskreis ist so individuell, wie die dahinterstehende Person, weil jeder Mensch seine ganz eigene Strategie entwickelt hat, gibt es unendlich viele Gesichter des Stolzes, diesen zu «kultivieren». Bei L. Tolstoj war es das Gefühl, andere belehren zu müssen, so schrieb er:

«Ich hatte ein neues Laster davongetragen: einen Hochmut, der sich bis zur Krankheit entwickelte, und eine wahnsinnige Überzeugung, dass ich berufen sei, Menschen zu belehren.»

Stolz verblendet, sie ist die Schlimmste aller Untugenden, weil sie sogar im engelshellen Gewand der Demut erscheinen kann, was besonders perfide ist, weil Demut das Gegenteil von Stolz ist. Ein echter demütiger Mensch ist weder  unterwürfig noch überheblich, vielmehr strahlt er «Würde» aus, die wie ein Fels in der Brandung steht, umgeben von tosenden Wellen, gefrässigen Haien und giftigen Wasserschlangen.  Sein Haus ist nicht auf Sand  sondern auf Felsen gebaut – nicht umsonst gehört  „Würde“ zu den Rittertugenden und nicht der selbstzerstörerische „Stolz“, der uns langsam aber stetig aushöhlt,  wie ein Kartenhaus früher oder später in sich zusamenfallen lässt und uns wegblässt wie Sand im Wind.

Der Stolze  füttert das eigene Ego. Je grösser der Stolz desto empfindlicher, wie ein aufgeblasener Luftballon droht er schon bei Kleinigkeiten zu platzen. Die Folge sind Streit, Rache, Kriege oder Ehrenmorde. Er kompensiert seinen Mangel oder seine innere Leere auf unterschiedlichste Art und Weise, so kann sich der Stolz auch hinter dem Geizigen, dem Neidischen, dem Gierigen oder dem Eifersüchtigen verbergen und der Verbitterte verbittert am Ende an seinem nicht erkannten Stolz. Sie alle vereint ein innerer Zwang etwas sein, haben oder festhalten zu wollen und berauben sich ihrer eigenen inneren Freiheit. Sie werden zu Sklaven ihrer Untugenden, sie reproduzieren sich selbst und die Welt spiegelt das, was sie im Herzen haben.

Lew Tolstoj verkehrte in Schriftstellerkreisen, die sich als Glaubensgemeinschaft eine Art Belehrungselite verstanden. Vordergründig schmeichelten sie sich gegenseitig mit Lobhudeleien, hintergründig stritten, zankten und betrogen sie einander. Irgendwann durchschaute er das Spiel: « Diese Leute wurden mir zuwider, ich wurde mir selbst zuwider, und ich begriff, dass dieser Glaube Betrug war».

Tolstoj ist es anscheinend durch schonungslose Selbstanalyse gelungen, sich von diesem unsäglichen Stolz ein Stück weit zu befreien. «Heute muss ich lachen, wenn ich darüber nachdenke, was ich alles anstellte, nur um meine Laune – das Belehren – erfüllen zu können, obwohl ich im Innern meines Herzens sehr gut wusste, dass ich nicht in der Lage war, dass zu lehren, was notwendig war, denn das vermochte ich ja selbst nicht zu beurteilen

Sie haben Ihren Stolz auch überwunden? Gratuliere, darauf können Sie stolz sein….

 

 

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Gottlieber Hüppen

 

Eine echte Spezialität der Ostschweiz! « Bereits Königin Hortense Bonaparte genoss sogenannte «Gaufrettes» aus Gottlieben, als sie von 1817 bis 1837 auf dem nahen Schloss Arenenberg lebte. Somit wurde auch ihr berühmter Sohn, der spätere Kaiser von Frankreich Napoleon III., ein begeisterter Anhänger der zarten Gottlieber Spezialität».

Am besten Sie schauen gleich im Manufacturladen in Gottlieben vorbei und verbinden das mit einer Übernachtung in der Gottlieber Krone oder aber für die ganz Bequemen unter uns der Onlineshop.

 

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Gottlieber Krone

Die Gottlieber Krone ist ein charmantes kleines Hotel in  Gottlieben am Bodensee, direkt an einem geschützten Zugvogelreservat. Selbst von der NZZ wird es lobend erwähnt. „Hotelgäste haben die Wahl zwischen 28 stilvoll eingerichteten Zimmern, vom winzigen «Krönli»-Zimmer bis zur eleganten 95-Quadratmeter-Suite mit Blick auf den Rhein. Der Charme des 2015 renovierten, altehrwürdigen Riegel­hauses von 1698 hat sich bis heute erhalten“

In der Tat hat es einen ganz besonderen Reiz, nicht zuletzt, weil ein kleines Kino zu individuellen Filmvorführungen einlädt. Spätestens bei Sissi kommen alle Frauenherzen ins Schwärmen.  „In den Genuss einer privaten Kinovorführung kommen wohl nur wenige «Nicht-VIPs». Daher zählt dieses Erlebnis für uns zum Highlight unseres Aufenthalts in Gottlieben am Bodensee. Aus jedem Genre stehen einem im hauseigenen kleinen Kinosaal Filme zur Auswahl: Vom Kinderfilm zum Klassiker, vom preisgekrönten Studiofilm bis zum Blockbuster-Streifen.“

 

 

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Leben im Jetzt

 

Gottlieben, ein 300 Seelendorf mit Fachwerkhäusern, idyllisch gelegen an einem geschützten Zugvogelreservat, lässt Raum und Zeit vergessen. Deshalb schien es mir nichts auszumachen, eine gefühlte Unendlichkeit auf den sympathischen Eigentümer der bekannten Gottlieber Hüppen, Dieter Bachmann zu warten. Ab und zu, wie das bei uns Menschen so typisch ist, wollten sich Gedanken einschleichen, um die etwas ungewöhnliche Wartezeit zu «interpretieren». Notorischer Zuspätkommer mit traumatischer Kindheitserfahrung, die jeden Termin zu einer Krise werden lassen? Damit lag ich natürlich völlig daneben, ein Anruf hätte genügt, um dieses Missverständnis des gegenseitigen Wartens  aus dem Weg zu räumen. Kurz und gut, es war einzig und allein meine Schuld, obschon mein Gesprächspartner ganz «gentlemanlike» diese allein auf sich nehmen wollte.

Irgendwie haben wir es dann doch noch geschafft, was ich auf die soziale Kompetenz meines Gesprächspartners zurückführe. Auch in seiner Firma setzt er dies ganz bewusst bei seinen Mitarbeitern ein. Ein Mann, der seine Mitarbeiter lieber mit einer wohlwollenden Dusche der Anerkennung und Loyalität coacht, statt ihnen ihr Fehlverhalten auf dem goldenen Tablett zu servieren.

Natürlich kommt dieses Wissen nicht von ungefähr, hatte sich der zweifache Familienvater doch Jahre zuvor in vielfältiger Weise betätigt: als Pionier mit einen MBA Abschluss in Singapur, als Firmengründer, als Organisator und Coach, ehe er die Firma des Familienunternehmens «Gottlieber Hüppen» vor 9 Jahren übernahm. Er hat einiges an Kreativität einfliessen lassen, um diese Firma zu neuem Leben zu erwecken. Das Sortiment ist beachtlich gewachsen, meine persönlichen Favoriten «Noix de Coco» und «Black Special Grand Cru» sollten Sie unbedingt probieren.

Ein charmantes kleines Hotel in Gottlieben direkt am Wasser soll an dieser Stelle erwähnt werden. Selbst von der NZZ wird es lobend erwähnt. In der Tat hat es einen ganz besonderen Charme, nicht zuletzt, weil ein kleines Kino zu individuellen Filmvorführungen einlädt. Spätestens bei Sissi kommen alle Frauenherzen ins Schwärmen. Die Napoleon Stube, erinnert an die vergangenen Zeiten dieser Berühmtheit. «So genoss bereits Königin Hortense Bonaparte sogenannte «Gaufrettes» aus Gottlieben, als sie von 1817 bis 1837 auf dem nahen Schloss Arenenberg lebte. Somit wurde auch ihr berühmter Sohn, der spätere Kaiser von Frankreich Napoleon III., ein begeisterter Anhänger der zarten Gottlieber Spezialität». Sie glauben mir nicht? Dann fragen sie am besten Matula, der löst den Fall ganz bestimmt für Sie.

Ein Mensch wie Dieter Bachmann blendet die Schattenseiten nicht durch Selbstbetrug aus, sondern steht dazu und akzeptiert diese als Teil des Lebens, an denen man wachsen und nicht resignieren sollte. Geholfen hat ihm das Buch von Eckart Tolle «Leben im Jetzt», aber auch eine Woche in einem Benediktinerkloster hat dazu beigetragen, einen Umgang mit den uns allen bekannten Ängsten und Zweifeln zu finden, bzw. sich davon nicht lähmen zu lassen. Demut und Dankbarkeit sind für ihn ein Schlüssel dazu, um nicht von ihnen beherrscht zu werden, sondern darüber zu herrschen. Eine wichtige Erkenntnis, in Richtung innere Freiheit, die nicht nur Dieter Bachmann dient, sondern uns allen von ungeheurem Nutzen sein kann.

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Rebellischer Gentleman

Zu einem Glas Champagner mit Churchill ist es leider nie gekommen aber mit dem Autor des Buches konnte ich dieses historisch bedingte Versäumnis nachholen und anstossen im LaSalle in Zürich. Ein Treffpunkt der kreativen Szene und innenarchitektonischer Traum aus verschiebbaren Wänden heisst es. Kurz, hier trifft sich die Züricher In-Szene – die Avantgarde. Also nichts für Spiesser! Und Ladies? Na ja… zugeben… besonders avantgardistisch sehen sie nicht aus, sie wirken in Zürich West leicht antiquiert und im schlimmsten Fall mit Hut deplatziert.

Aber, und jetzt kommt’s, das Essen im La Salle ist ausgezeichnet, ein Lüster an der Decke gibt der ehemaligen Schiffsbauhalle einen eleganten Touch und mit einem realitätsbezogenen Gentleman an der Seite verging die Zeit wie im Flug. Und noch eine kleine Randnotiz, die oft wichtiger ist, als wir meinen! Er war pünktlich und überliess mir den besseren Platz, das bedeutet, im Falle eines feindlichen Angriffes hätte es – ganz gentlemanlike –  ihn zuerst erwischt – ohne Flankenschutz – wie er war.

Aber Angriffe ist er gewohnt, der stellvertretende Chefredakteur der Weltwoche Philipp Gut. In einer Welt der «Konformisten» hat es jeder «Exot» schwer, der zudem als hartnäckiger Rechercheur bekannt ist. Besonders dann, wenn Leute beim Lügen ertappt werden, die als moralische Redenschwinger auftreten aber im eigenen Leben selbst versagen.

Nichtsdestotrotz, Streit an und für sich, oder das bewusste Legen irgendwelcher «Brandsätze im Wochentakt» gehören nicht zu Guts Motivation, sondern die Suche nach Wahrheit, gepaart mit einem Freiheits- und Unabhängigkeitsdrang. Schon als Kind prägten ihn diese «Tugenden», wohlwissend, dass Freiheit auch immer Verantwortung und Vertrauen bedeutet, im Gegensatz zu Misstrauen, welches unweigerlich Kontrolle mit sich bringt.

Für einen echten Schweizer ein Schreckensszenario und das Letzte was sich ein Eidgenosse wünscht, deshalb passt Philipp Gut wie ein Puzzleteil ins Bild eines Wilhelm Tell, vermutlich trat er deshalb neben vielen anderen Fernseh-Talkshows im Polit Stammtisch Tells Geschoss auf. Eines seiner Lieblingszitate ist allerdings nicht auf Tell zurückzuführen, sondern wesentlich älter, nämlich auf den antiken griechischen Historiker Thukydides.

«Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut».

Philipp Gut versteht sich keineswegs als Revolutionär, vielmehr als Rebell. Wie sich während des Gespräches herausstellte, bedarf es hier einer Unterscheidung, um ihm und seinem Anliegen gerecht zu werden. Als jemand, der Geschichte studierte, weiss er nur allzu gut, dass Revolutionäre den Umsturz beabsichtigen, ganze Meuten im Schlepptau mitziehen, Köpfe rollen und Blut in Strömen fliesst. Rebellen hingegen rufen zu Widerstand auf, sind tendenzielle Einzelkämpfer, selbst wenn sie um der Wahrheit willen hart bleiben, Menschenleben der Brutalität und Grausamkeit opfern, ist ihre Sache nicht. Dabei verliert ein Mensch wie Philipp Gut das gesunde Mass nie aus den Augen, vielleicht liegt es an seinem Studium der Philosophie, und an den damit verbundenen platonischen Kardinaltugenden, die sich unbemerkt in sein Leben eingeschlichen haben.

Der Wahrheit und nicht irgendeiner Ideologie verpflichtet, ist er unparteiisch. Daher prangert er von links bis rechts Heuchelei an, lässt sich nicht vereinnahmen oder instrumentalisieren. Trotzdem realistisch und ehrlich genug zu erkennen, dass niemand – auch kein Journalist – absolut objektiv agieren kann. Als Realist erkennt er das und blendet nicht aus, wie das Idealisten oft zu tun pflegen. Er lebt von Fakten und analysiert diese, geschichtlich Bewährtes fliesst in sein Denken ein, wird übernommen bzw. den jeweiligen Umständen angepasst – ein Rad muss schliesslich nicht erfunden werden, wenn dieses schon existiert und es obendrein noch tadellos funktioniert.

Alle sehen es, aber keiner wagt es zu sagen bzw. zu schreiben: das Schicksal eines Einzelkämpfers mit einem Hang zum Schöngeistigen. Für seine Dissertation, die mit dem Prädikat summa cum laude ausgezeichnet wurde, erhielt er den wissenschaftlichen Förderpreis der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft. Ohne dieses Abtauchen in die Welt der Literatur und dazu gehört das Schreiben von Büchern, wäre dieses Dasein wohl kaum erträglich, am Ende steht man ziemlich allein.  Auch dieser Tatsache sieht ein Realist wie Philipp Gut ins Auge. Es ist wie es ist. Auf der Suche nach Wahrheit mobilisiert man keine Massen, meistens herrscht kollektives Schweigen, das war schon immer so und wird immer so sein.

 

 

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Bitterkeit? Nichts für Ladies!

Hilfeeee

man sieht ihnen an, sie wirken ganz und gar nicht anziehend auf ihre Mitmenschen – im Gegenteil – da hilft nur Abstand nehmen, und auf humorvolle Konversation sollten man ganz verzichten – mit solchen Menschen ist nicht zu spassen!

Im Grunde genommen haben sie sich ihr Leben ganz anders vorgestellt. Schuld, dass es anders gekommen ist, sind die Anderen d.h. die Nächsten, die Übernächsten eigentlich die ganze Welt, mit der sie deshalb auf Kriegsfuss stehen – einzig Bienen, Hummeln und Schmetterlinge machen das Leben halbwegs erträglich – so die Meinung  einer «entfernten» Bekannten. Aufopferungsvoll pflegte die gut betuchte Singlefrau ihre hochbetagte Mutter bis zum Lebensende. Eigentlich eine höchst ehrenvolle Tat, wenn da der bittere Beigeschmack nicht wäre. Sie scheint Menschen, die nicht so sind wie sie selbst und besonders Kinder zu hassen, ganz im Gegensatz zu einer Nachbarin, die Menschen und besonders Kinder liebt. Als 10 -jährige erlebte sie, wie ihre Mutter von der Gestapo abgeholt und hingerichtet wurde, ausserdem war sie später mit einem unerträglichen Mann verheiratet und ihr Traum vom Medizinstudium platzte. Verbitterung? Keine Spur!

Wieso neigen manche mehr zur Bitterkeit als andere?

Es gibt Menschen mit extrem leidvollen Erfahrungen, denen man nichts anmerkt, sie scheinen mit sich, ihrer Umwelt resp. ihrem «Schicksal» versöhnt und andere hadern damit bis zum Lebensende. Liegt es am Charakter oder gar an Religion?

Neigen Religiöse weniger zur Bitterkeit, weil sie dem Leid einen tieferen Sinn abgewinnen können, sich selbst vielleicht nicht so «wichtig» nehmen und sich damit der Fokus der Ich-Zentriertheit automatisch auf eine höhere Macht verschiebt?

Nach Viktor Frankl, dem Begründer der Logoherapie muss man keineswegs «religiös» sein, da der Sinn so nicht gegeben wird, sondern selbstbestimmt gefunden werden muss. Die Grundthese ist: Der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach einem Sinn. Aber aufgepasst! „Je mehr der Mensch nach Glück jagt, umso mehr verjagt er es auch schon. Es geht also nicht um Glück, sondern um einen Sinn, der letztendlich glücklich macht.

Aber was ist, wenn alles keinen Sinn zu machen scheint?

Gedanken, die sich sicherlich Viktor Frankl als KZ-Häftling des Öfteren stellte, sofern er überhaupt in der Lage dazu war.  Die ganze Familie kam 1942 unter den Nazis ins Konzentrationslager, sein Vater, seine Mutter und seine Frau wurde in verschiedenen Lagern umgebracht; nur Viktor Frankl überlebte. Während viele andere am Erlebten zerbrachen, blieb Frankl dabei: selbst in schwersten Umständen einen Sinn zu finden. «Trotzdem Ja zum Leben sagen»! Frankl, der stets von der kleinsten positiven Erfahrung berührt war, wertete diese als Beweis dafür, «dass man dem Menschen im Konzentrationslager alles nehmen kann, nur nicht die letzte menschliche Freiheit, sich zu den gegebenen Verhältnissen so oder so einzustellen».

Auch wir haben die Wahl!

Jeder von uns kennt Gefühle wie Neid, Gier, Geiz, Eifersucht und Stolz, sie nagen an unserer Seele, rauben uns die Kräfte und bringen Schönes zum Erliegen, im Extremfall führen sie gar zur Verbitterung. Wir können uns aber immer wieder entscheiden, wie viel Raum wir dem geben wollen, wir können sogar diese Fesseln lösen, um frei zu sein! Vielleicht mit Liebe?

„Liebe hat Geduld. Liebe ist gütig. Sie kennt keinen Neid. Sie macht sich nicht wichtig und bläht sich nicht auf;  sie ist nicht taktlos und sucht nicht sich selbst; sie lässt sich nicht reizen und trägt Böses nicht nach;  sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, sie freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Sie erträgt alles; sie glaubt und hofft immer. Sie hält allem stand“.

Eines steht fest, wir können nicht den Anderen, sondern nur uns selbst ändern. «Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst» . Dante Alighieri der 1265 geborene italienische Dichter und Philosoph war ein kluger Mann.

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Osternest

Eigentlich hätte an dieser Stelle „Die Demut der Schokoladenkönigs“ erscheinen sollen. Manchmal kommt es dann doch anders als man denkt. Aber nicht so schlimm ;=) „Ein innerlicher Mensch weiss sich in die Dinge zu schicken, wie die Dinge kommen“ ;=)

 

 

Nichtsdestotrotz sollte sich in jedem Osternest ein solch leckeres Osterhäschen befinden – ein echter Genuss!

 

 

Frohe Ostern wünsche ich allen Ladies und Gentlemen !

Und nach Berlin kommen sie jetzt auch.

 

 

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Baselworld

Baselworld, die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse, bildet das ab, was sie ist: Luxus pur! Besonders auf den Etagen der Edelmarken vereinen sich Edelsteine, Metalle, Kreativität und Perfektionismus zu einer Symbiose. Immer wieder beeindruckend zu sehen, wozu der Mensch fähig ist, Schönes und Wertvolles zu gestalten und so zu präsentieren, dass der Wert auf Grund dessen schon ins Gigantische zu steigen scheint.

Picchiotti

Christiane Deps

Eine Augenweide für Liebhaber schöner Schmuckstücke, phantastischer Uhren, allen voran die Schweizer Uhren Rolex, Omega, Cartier, Patek Philippe, TAG Heuer, Longines, Breguet, IWC Schaffhausen, Chopard, ETA, Zenith, Jaeger-LeCoultre, Breitling, Bucherer, Hublot.

 

New 2017 Patek Philippe

Auch Ladies erfreuen sich daran, ohne sich blenden zu lassen. Sie bewahren im Kern ihre Bescheidenheit und pflegen in allem einen massvollen Umgang. Das macht es möglich, neben Glanz und Luxus den dahinterstehenden Menschen niemals aus dem Auge zu verlieren, in etwa so, wie die Bürger der Schweizer Uhrenproduktionsstätte in Le Locle, diese seien „aufrecht wie die Tannen“. Ja, so ist es, und so sollte es bleiben!

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