Der Couturier der Tannen

 

Geduld ist eine Tugend! Für Johann Wanner, dem «Couturier der Tannen» ist Abstand nehmen eine Variante davon, nur so bekäme man die richtige Sicht auf`s Ganze. Sich diese Zeit zu nehmen, kostet allerdings etwas und wird einem nicht geschenkt. Für eine Blogschreiberin heisst das konkret, fast ein Jahr warten zu müssen, um diesen Beitrag erscheinen zu lassen, passend zur Zeit der Lichter, Kugeln, Sterne und Ketten – weder vorher noch nachher…

Aber nun ist es soweit, wir schreiben das Jahr 2017 genau, den 1. Dezember, für manche die schönste Zeit im Jahr, besonders aber für den «Modeschöpfer des Weihnachtsbaum» .

Johann Wanner macht sich allerdings selbst nichts vor, er verkauft etwas was niemand braucht – aber die Seele erhebt. Handgefertigte also mundgeblasene teils in Eigenregie kreierte Kugeln aus Böhmen, Polen und der ehemaligen DDR. Und diese haben ihren Preis!  Liebevoll gefertigte Einzelstücke für Liebhaber des Weihnachtsschmuckes und ein Zauber für jedes Kind, welches diesen Laden betritt. Im protestantischen Basel, welches sich gerne mit «Bescheidenheit» brüstet, also mit Geld das man zwar hat aber nicht zeigt, ist das natürlich ein hartes Pflaster, aber das kann dem Geschäft nichts anhaben, zieht es doch Kunden aus aller Welt an.  Eine erste Adresse ist der «Father Christmas» wie ihn die «Los Angeles Times» nannte. Selbstverständlich nennt er keine Kundennamen aber laut anderer Quellen hat er die Tanne auf dem Petersplatz für den Papst geschmückt und zierten Weihnachts-Dekorationen und Bäume schon Michael Jacksons Neverland Ranch, die Räume des Buckingham Palasts und des Weissen Hauses.

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Johann Wanner wurde in seiner Kindheit durch weihnachtliche Rituale geprägt, wodurch er nicht zuletzt seine Individualität bewahren konnte. Er IST und scheint nicht, er biedert» sich nicht an und verschwendet keinen Gedanken daran, was andere über den katholisch aufgewachsenen denken könnten. Er ist sich selbst treu geblieben und wie ein Gentleman, der gerne Cutaway trägt und massangefertigte Hosen trägt, forderte er schon in der Vergangenheit immer die älteste Dame zum Tanz auf und sucht für sich selbst jedes Jahr den hässlichsten Weihnachtsbaum aus. Seinen Baum schmückt er immer allein zu den Klängen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Herausforderungen scheut er nicht, sondern scheint diese gerade zu suchen. Seine ebenfalls aussergewöhnliche Frau Ursel aus dem Norden Deutschlands unterstützt ihn seit über 40 Jahren, zwei aussergewöhnliche Menschen sind dabei zu einem aussergewöhnlichen Paar verschmolzen.

Sein Sohn schenkte ihm zum letzten Weihnachtsfest etwas ganz Besonderes, der extra angebrachte Schriftzug «Charakter und Stil» verbarg sich dezent auf der Cognac Flasche. In der Tat blitzten diese Eigenschaften immer wieder an unserem Treffen durch. Der noch heute leidenschaftliche Eistänzer, der sich als Individualist nie für einen Mannschaftssport erwärmen lies, trägt selbstverständlich individuell gefertigte Manschettenknöpfe und die Zweit-Wohnung des Ehepaars ist mit auserlesenen Antiquitäten eingerichtet. Die Sonne strahlte am 28. 12. 2016 auf ihrer Terrasse und wirft besonders lange Schatten.

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Und hier noch eine grandiose Zugabe, die Johann Wanner auch gefallen dürfte. Wie sagte er doch in einem Interview:

„Wenn auf dem Eis eine anspruchsvolle Figur nach hundertfachem Üben plötzlich in Vollendung gelingt, macht mich das ähnlich glücklich wie ein perfekt geschmückter Weihnachtsbaum“. website

https://www.youtube.com/watch?v=_mX42087N4Q

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Leben im Jetzt

 

Gottlieben, ein 300 Seelendorf mit Fachwerkhäusern, idyllisch gelegen an einem geschützten Zugvogelreservat, lässt Raum und Zeit vergessen. Deshalb schien es mir nichts auszumachen, eine gefühlte Unendlichkeit auf den sympathischen Eigentümer der bekannten Gottlieber Hüppen, Dieter Bachmann zu warten. Ab und zu, wie das bei uns Menschen so typisch ist, wollten sich Gedanken einschleichen, um die etwas ungewöhnliche Wartezeit zu «interpretieren». Notorischer Zuspätkommer mit traumatischer Kindheitserfahrung, die jeden Termin zu einer Krise werden lassen? Damit lag ich natürlich völlig daneben, ein Anruf hätte genügt, um dieses Missverständnis des gegenseitigen Wartens  aus dem Weg zu räumen. Kurz und gut, es war einzig und allein meine Schuld, obschon mein Gesprächspartner ganz «gentlemanlike» diese allein auf sich nehmen wollte.

Irgendwie haben wir es dann doch noch geschafft, was ich auf die soziale Kompetenz meines Gesprächspartners zurückführe. Auch in seiner Firma setzt er dies ganz bewusst bei seinen Mitarbeitern ein. Ein Mann, der seine Mitarbeiter lieber mit einer wohlwollenden Dusche der Anerkennung und Loyalität coacht, statt ihnen ihr Fehlverhalten auf dem goldenen Tablett zu servieren.

Natürlich kommt dieses Wissen nicht von ungefähr, hatte sich der zweifache Familienvater doch Jahre zuvor in vielfältiger Weise betätigt: als Pionier mit einen MBA Abschluss in Singapur, als Firmengründer, als Organisator und Coach, ehe er die Firma des Familienunternehmens «Gottlieber Hüppen» vor 9 Jahren übernahm. Er hat einiges an Kreativität einfliessen lassen, um diese Firma zu neuem Leben zu erwecken. Das Sortiment ist beachtlich gewachsen, meine persönlichen Favoriten «Noix de Coco» und «Black Special Grand Cru» sollten Sie unbedingt probieren.

Ein charmantes kleines Hotel in Gottlieben direkt am Wasser soll an dieser Stelle erwähnt werden. Selbst von der NZZ wird es lobend erwähnt. In der Tat hat es einen ganz besonderen Charme, nicht zuletzt, weil ein kleines Kino zu individuellen Filmvorführungen einlädt. Spätestens bei Sissi kommen alle Frauenherzen ins Schwärmen. Die Napoleon Stube, erinnert an die vergangenen Zeiten dieser Berühmtheit. «So genoss bereits Königin Hortense Bonaparte sogenannte «Gaufrettes» aus Gottlieben, als sie von 1817 bis 1837 auf dem nahen Schloss Arenenberg lebte. Somit wurde auch ihr berühmter Sohn, der spätere Kaiser von Frankreich Napoleon III., ein begeisterter Anhänger der zarten Gottlieber Spezialität». Sie glauben mir nicht? Dann fragen sie am besten Matula, der löst den Fall ganz bestimmt für Sie.

Ein Mensch wie Dieter Bachmann blendet die Schattenseiten nicht durch Selbstbetrug aus, sondern steht dazu und akzeptiert diese als Teil des Lebens, an denen man wachsen und nicht resignieren sollte. Geholfen hat ihm das Buch von Eckart Tolle «Leben im Jetzt», aber auch eine Woche in einem Benediktinerkloster hat dazu beigetragen, einen Umgang mit den uns allen bekannten Ängsten und Zweifeln zu finden, bzw. sich davon nicht lähmen zu lassen. Demut und Dankbarkeit sind für ihn ein Schlüssel dazu, um nicht von ihnen beherrscht zu werden, sondern darüber zu herrschen. Eine wichtige Erkenntnis, in Richtung innere Freiheit, die nicht nur Dieter Bachmann dient, sondern uns allen von ungeheurem Nutzen sein kann.

Gottlieber Hüppen

Gottlieber Krone

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Rebellischer Gentleman

Zu einem Glas Champagner mit Churchill ist es leider nie gekommen aber mit dem Autor des Buches konnte ich dieses historisch bedingte Versäumnis nachholen und anstossen im LaSalle in Zürich. Ein Treffpunkt der kreativen Szene und innenarchitektonischer Traum aus verschiebbaren Wänden heisst es. Kurz, hier trifft sich die Züricher In-Szene – die Avantgarde. Also nichts für Spiesser! Und Ladies? Na ja… zugeben… besonders avantgardistisch sehen sie nicht aus, sie wirken in Zürich West leicht antiquiert und im schlimmsten Fall mit Hut deplatziert.

Aber, und jetzt kommt’s, das Essen im La Salle ist ausgezeichnet, ein Lüster an der Decke gibt der ehemaligen Schiffsbauhalle einen eleganten Touch und mit einem realitätsbezogenen Gentleman an der Seite verging die Zeit wie im Flug. Und noch eine kleine Randnotiz, die oft wichtiger ist, als wir meinen! Er war pünktlich und überliess mir den besseren Platz, das bedeutet, im Falle eines feindlichen Angriffes hätte es – ganz gentlemanlike –  ihn zuerst erwischt – ohne Flankenschutz – wie er war.

Aber Angriffe ist er gewohnt, der stellvertretende Chefredakteur der Weltwoche Philipp Gut. In einer Welt der «Konformisten» hat es jeder «Exot» schwer, der zudem als hartnäckiger Rechercheur bekannt ist. Besonders dann, wenn Leute beim Lügen ertappt werden, die als moralische Redenschwinger auftreten aber im eigenen Leben selbst versagen.

Nichtsdestotrotz, Streit an und für sich, oder das bewusste Legen irgendwelcher «Brandsätze im Wochentakt» gehören nicht zu Guts Motivation, sondern die Suche nach Wahrheit, gepaart mit einem Freiheits- und Unabhängigkeitsdrang. Schon als Kind prägten ihn diese «Tugenden», wohlwissend, dass Freiheit auch immer Verantwortung und Vertrauen bedeutet, im Gegensatz zu Misstrauen, welches unweigerlich Kontrolle mit sich bringt.

Für einen echten Schweizer ein Schreckensszenario und das Letzte was sich ein Eidgenosse wünscht, deshalb passt Philipp Gut wie ein Puzzleteil ins Bild eines Wilhelm Tell, vermutlich trat er deshalb neben vielen anderen Fernseh-Talkshows im Polit Stammtisch Tells Geschoss auf. Eines seiner Lieblingszitate ist allerdings nicht auf Tell zurückzuführen, sondern wesentlich älter, nämlich auf den antiken griechischen Historiker Thukydides.

«Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut».

Philipp Gut versteht sich keineswegs als Revolutionär, vielmehr als Rebell. Wie sich während des Gespräches herausstellte, bedarf es hier einer Unterscheidung, um ihm und seinem Anliegen gerecht zu werden. Als jemand, der Geschichte studierte, weiss er nur allzu gut, dass Revolutionäre den Umsturz beabsichtigen, ganze Meuten im Schlepptau mitziehen, Köpfe rollen und Blut in Strömen fliesst. Rebellen hingegen rufen zu Widerstand auf, sind tendenzielle Einzelkämpfer, selbst wenn sie um der Wahrheit willen hart bleiben, Menschenleben der Brutalität und Grausamkeit opfern, ist ihre Sache nicht. Dabei verliert ein Mensch wie Philipp Gut das gesunde Mass nie aus den Augen, vielleicht liegt es an seinem Studium der Philosophie, und an den damit verbundenen platonischen Kardinaltugenden, die sich unbemerkt in sein Leben eingeschlichen haben.

Der Wahrheit und nicht irgendeiner Ideologie verpflichtet, ist er unparteiisch. Daher prangert er von links bis rechts Heuchelei an, lässt sich nicht vereinnahmen oder instrumentalisieren. Trotzdem realistisch und ehrlich genug zu erkennen, dass niemand – auch kein Journalist – absolut objektiv agieren kann. Als Realist erkennt er das und blendet nicht aus, wie das Idealisten oft zu tun pflegen. Er lebt von Fakten und analysiert diese, geschichtlich Bewährtes fliesst in sein Denken ein, wird übernommen bzw. den jeweiligen Umständen angepasst – ein Rad muss schliesslich nicht erfunden werden, wenn dieses schon existiert und es obendrein noch tadellos funktioniert.

Alle sehen es, aber keiner wagt es zu sagen bzw. zu schreiben: das Schicksal eines Einzelkämpfers mit einem Hang zum Schöngeistigen. Für seine Dissertation, die mit dem Prädikat summa cum laude ausgezeichnet wurde, erhielt er den wissenschaftlichen Förderpreis der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft. Ohne dieses Abtauchen in die Welt der Literatur und dazu gehört das Schreiben von Büchern, wäre dieses Dasein wohl kaum erträglich, am Ende steht man ziemlich allein.  Auch dieser Tatsache sieht ein Realist wie Philipp Gut ins Auge. Es ist wie es ist. Auf der Suche nach Wahrheit mobilisiert man keine Massen, meistens herrscht kollektives Schweigen, das war schon immer so und wird immer so sein.

 

 

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Baselworld

Baselworld, die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse, bildet das ab, was sie ist: Luxus pur! Besonders auf den Etagen der Edelmarken vereinen sich Edelsteine, Metalle, Kreativität und Perfektionismus zu einer Symbiose. Immer wieder beeindruckend zu sehen, wozu der Mensch fähig ist, Schönes und Wertvolles zu gestalten und so zu präsentieren, dass der Wert auf Grund dessen schon ins Gigantische zu steigen scheint.

Picchiotti

Christiane Deps

Eine Augenweide für Liebhaber schöner Schmuckstücke, phantastischer Uhren, allen voran die Schweizer Uhren Rolex, Omega, Cartier, Patek Philippe, TAG Heuer, Longines, Breguet, IWC Schaffhausen, Chopard, ETA, Zenith, Jaeger-LeCoultre, Breitling, Bucherer, Hublot.

 

New 2017 Patek Philippe

Auch Ladies erfreuen sich daran, ohne sich blenden zu lassen. Sie bewahren im Kern ihre Bescheidenheit und pflegen in allem einen massvollen Umgang. Das macht es möglich, neben Glanz und Luxus den dahinterstehenden Menschen niemals aus dem Auge zu verlieren, in etwa so, wie die Bürger der Schweizer Uhrenproduktionsstätte in Le Locle, diese seien „aufrecht wie die Tannen“. Ja, so ist es, und so sollte es bleiben!

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22 Business-Regeln, die jeder kennen sollte

 

  1. Steht auf, wenn ihr jemandem vorgestellt werdet

„Aufzustehen hilft dabei, eure Präsenz zu verstärken“, schreibt Patcher. „Ihr erleichtert es anderen euch zu ignorieren, wenn ihr nicht aufsteht. Werdet ihr überrascht und könnt nicht rechtzeitig aufstehen, solltet ihr euch nach vorne lehnen um zu zeigen, dass ihr aufstehen würdet, wenn ihr es könntet.“

  1. Nennt immer euren ganzen Namen

In einer beruflichen Situation solltet ihr immer euren ganzen Namen nennen. Gleichzeitig solltet ihr darauf achten, wie andere vorgestellt werden möchten.

  1. Leitet immer das Händeschütteln ein, wenn ihr der Gastgeber oder die höher positionierte Person seid

Auch diese Regel steht nirgendwo geschrieben, sollte aber unbedingt beachtet werden. Wenn ihr Gastgeber oder in einer höheren Position seid, liegt es an euch, zuerst die Hand auszustrecken. „Macht die Person in einer höheren Position das nicht sofort — oftmals wegen Verwirrung aufgrund von Geschlechterrollen — dann solltet ihr schnell eure Hand ausstrecken.“

  1. Zieht euch angemessen an

Kleider sind eine Form nonverbaler Kommunikation. „Sie können das berufliche Ansehen einer Person steigern oder ihr seine Glaubwürdigkeit entziehen“ so Patcher.

Deswegen solltet ihr vor einem Event oder einem Meeting stets herausfinden, was der Dresscode der Veranstaltung ist.

  1. Sagt innerhalb einer Unterhaltung höchstens ein oder zwei Mal „Danke“

Wenn ihr das Wort „Danke“ öfters als ein oder zwei Mal benutzt, raubt es ihm die Bedeutung, schreibt Patcher. „Es lässt euch möglicherweise hilflos und hilfsbedürftig erscheinen.“

  1. Versendet einzelne Dankesbotschaften an alle Beteiligte

„Dankesbotschaften sollten innerhalb von 24 Stunden versendet werden“, weiß Patcher. „Ehe ihr euch zwischen E-Mail und handgeschriebenen Notizen entscheidet, bedenkt, dass Post mehrere Tage brauchen kann, um sein Ziel zu erreichen, während eine E-Mail sofort ankommt. „Dieser Zeitunterschied kann nach einem Einstellungsgespräch wichtig sein, wenn die Entscheidung schnell getroffen wird.“

  1. Legt euer Handy weg

Das dürfte hoffentlich bereits allen klar sein: Sein Handy in einem Meeting herauszuholen und darauf zu tippen ist extrem unhöflich. Es genügt schon, das Handy auf den Tisch zu legen — damit signalisiert ihr der Person, dass ihr euch langweilt und dazu bereit seid, euch mit jemand anderem zu unterhalten.

  1. Benutzt professionelle Fotos

Auf professionellen Seiten wie LinkedIn oder Xing solltet ihr stets professionelle Fotos hochladen. „Ihr wollt wie eine glaubwürdige, zugängliche Person wirken — nicht wie jemand, der gerade vom Strand kommt“, sagte Patcher im Gespräch mit Business Insider. So gut das Licht auch ist: Selfies aus dem Badezimmer haben nichts auf professionellen Webseiten zu suchen.

  1. Benutzt eine professionelle E-Mail-Adresse

Ihr arbeitet für ein Unternehmen? Dann solltet ihr eure Unternehmens-E-Mail-Adresse benutzen. Seid ihr hingegen selbstständig, solltet ihr trotzdem darauf achten, wie sie gestaltet ist. „Ihr solltet immer eine E-Mail-Adresse haben, die euren Namen überbringt, sodass der Empfänger direkt weiß, wer die E-Mail geschickt hat“, so Patcher.

  1. Checkt immer doppelt, ob ihr den richtigen Empfänger gewählt habt

Der Schuss kann schnell nach hinten losgehen! Achtet immer darauf, dass ihr wirklich den richtigen Empfänger gewählt habt.

  1. Benutzt professionelle Begrüßungen

Laut Patcher solltet ihr keine lockeren Ausdrücke wie „Hey Leute“ oder „Yo“ benutzen. Auch Spitznamen sollten nicht benutzt werden (zum Beispiel „Michael“ und „Mike“), so lange es nicht von der Person ausdrücklich gewünscht wird.

  1. Gebt zu, wenn ihr einen Namen vergessen habt

Das ist etwas, das jedem mal passiert, wie Patcher dem Business Insider erzählt. Wenn es passiert, solltet ihr nicht versuchen, euch durch die Situation zu manövrieren und hoffen, dass die Person es nicht bemerkt. Statt dessen solltet ihr etwas sagen wie: „Es tut mir so Leid. Ich habe deinen Namen vergessen.“

  1. Grüßt Menschen auf der Arbeit

Das gilt nicht nur für die Menschen die ihr kennt. „Die Person, der du auf dem Weg zum Meeting hallo sagst, könnte die Person sein, die beim Meeting neben dir sitzt. Dann habt ihr bereits eine kleine Verbindung aufgebaut.“

  1. Behaltet eure Finger zusammen, wenn ihr auf etwas zeigt

„Deutet mit einer offenen Handfläche und behaltet eure Finger zusammen“, schreibt Patcher. „Wenn ihr mit eurem Zeigefinger auf etwas zeigt, wirkt es aggressiv. Sowohl Männer als auch Frauen zeigen, aber Frauen tendieren dazu, es öfters zu machen als Männer.“

  1. Seid pünktlich

Pünktlichkeit ist im Arbeitsleben eine Voraussetzung. Verschwendet nicht die Zeit der anderen — das lässt euch sehr unprofessionell wirken.

Manchmal kann man nichts dagegen tun, wenn die Bahn Verspätung hat oder ein Autounfall die Straße blockiert. Dann solltet ihr aber auch Bescheid sagen, dass ihr euch verspäten werdet.

  1. Zieht niemals den Stuhl für jemanden nach hinten

Klar, die Tür offen halten gehört sich einfach. Den Stuhl sollte man allerdings nicht für eine Person unter dem Tisch hervorziehen — egal, was für ein Geschlecht die Person hat. „Sowohl Frauen als auch Männer können ihre eigenen Stühle hervorziehen.“

  1. Bestellt nichts, was zu teuer ist

Hin und wieder kann es passieren, dass man vom Chef, vom Unternehmen oder von Kollegen zum Essen eingeladen wird. Selbst wenn ihr in Versuchung geratet, solltet ihr auf keinen Fall das teuerste Gericht bestellen, schreibt Patcher. Mit einer Ausnahme: „Wenn euer Gast Empfehlungen macht, könnt ihr jede dieser Empfehlungen bestellen, auch wenn es besser ist, nicht die teuerste zu wählen.“ Gleiches gelte für Wein.

  1. Bestellt das gleiche wie euer Gast/Gastgeber

Damit ist nicht das gleiche Gericht gemeint — aber wenn euer Gast oder Gastgeber einen Nachtisch bestellt, solltet ihr es auch tun. Ihr wollt schließlich nicht, dass sich euer Gast unwohl fühlt, weil er einen Gang alleine essen muss.

  1. Fragt niemals nach einer To-go-Box

„Ihr seid für die Arbeit hier, nicht für die Essensreste“, schreibt Patcher. Auf Familienfeiern könnt ihr vielleicht die Reste einpacken — bei beruflichen Angelegenheiten solltet ihr das aber sein lassen.

  1. Der Gastgeber muss immer zahlen

Ihr habt die Leute eingeladen? Dann seid ihr der Gastgeber und solltet für eure Gäste die Rechnung zahlen. Wer das diskret machen möchte, kann den Tisch verlassen und außerhalb der Sichtweite der Gäste die Rechnung zahlen.

„Aber: Letzten Endes wollt ihr euch nicht über die Rechnung streiten. Wenn ein männlicher Gast darauf besteht zu zahlen, egal wie sehr sich die Gastgeberin bemüht, dann lasst ihn zahlen.“

  1. Bleibt nüchtern

Egal ob Weihnachtsfeier, Sommerfeier oder Betriebsausflug: Betrinkt euch nicht bei Veranstaltungen, die von eurer Arbeit organisiert werden. „Jobs wurden schon gekündigt und Karrieren ruiniert, weil Menschen betrunken gewesen sind und Dinge getan oder gesagt haben, die unangemessen waren“, weiß Patcher.

  1. Bereitet einen höflichen Abgang vor

Wenn ihr derjenige seid, der sich verabschiedet, solltet ihr auch dabei sprechen. „An diesem Punkt habt ihr die Kontrolle und es ist ein viel geschmeidigerer Abgang.“ Dazu könnt ihr im Vornherein Sätze vorbereiten, falls ihr eine Konversation schnell beenden müsst. Ihr könnt auch eine Ausrede erfinden: Ihr wollt noch etwas zu essen holen oder jemanden sprechen, bevor er/sie die Veranstaltung verlässt…

 

Erschienen unter Business Insider Deutschland

 

Ein „himmlischer“ Gentleman

Elegant man in a suit with glass of beverage and cigar in vintage room. Fashion.

Fragen Sie sich auch manchmal, wo er geblieben ist, oder was ihn von anderen Männern unterscheidet?

Gehört der Gentleman zur Spezies «englischer Mann», der antiquiert und emotionslos nicht mehr so recht ins 21. Jahrhundert passen möchte? Oder ist er ein Mann von Welt, ein Lebemann, der in massgeschneiderten Anzügen, rahmengenähten Schuhen und mit Louis Vuitton Taschen in 80 Tagen um die Welt jettet? Oder traf König Jakobs II. den Nagel auf den Kopf mit der Bemerkung, die Schaffung eines Gentlemans sei dem Allmächtigen vorbehalten?

Eine einheitliche und allgemeingültige Definition des Gentlemans gibt es nicht, und nein, auch Ihr Seelenheil hängt nicht davon ab, ob Sie als Gentleman eine Art Lebenskunst zelebrieren oder als ungehobelter Kauz durchs Leben stolpern. Nichtsdestotrotz – en vogue ist er wieder. Selbst ein Filmemacher wie Quentin Tarantino favorisiert eindeutig die Haltung des Gentlemans.

War es in der Vergangenheit unumgänglich, einer gesellschaftlichen Schicht anzugehören, in die man hinein geboren wurde und die über das weitere Schicksal bestimmte, haben wir heute zumindest in Europa eine gewisse Wahlmöglichkeit, für die es allen Grund gibt, dankbar zu sein.

Aber machen wir uns nichts vor, elitäre Netzwerke gab es schon immer und wird es immer geben, und auch Kleidung war nie unwesentlich und wird es nie sein. siehe Clip unten

Den Gentleman interessiert aber nur wenig, ob und was gerade in Mode ist. Er degratiert sich auch nicht selbst zur Witzfigur, wie in Guccis menswear präsentiert. Sein gefestigter Charakter, dem infantil mimosenhaftes Verhalten ebenso fremd ist wie überheblich machohaftes Gebaren, ist immun gegenüber plumper Manipulation. So gehört er zu denjenigen, die es nicht nötig haben, jedem Trend hinterher zu laufen. Ihm haftet in seiner Beständigkeit mitunter sogar etwas Langweiliges an.

Selbstverständlich ist es nicht der Weisheit letzter Schluss zu wissen, wann man einen Cut oder Smoking trägt, dass Krawatte und Einstecktuch nicht identisch sein sollte oder «Don’t wear brown after six» – zum «kleinen 1×1» eines echten Gentlemans gehören. Aber ein allseits gern gesehener Gast ist er allemal, manche Dame erhofft sich insgeheim, von einem Wiener Gentleman mit «gnädige Frau» und Handkuss begrüsst zu werden.

Ritterliche Tugenden

Sollten Sie zu den Leuten gehören, die in der Lage sind, Ihren Lebensunterhalt gänzlich ohne Arbeit zu bestreiten und zum Adel gehören, hätten Sie in der Vergangenheit alle Trümpfe in der Hand gehabt. Dies war die Voraussetzung, um die Würde eines Gentlemans zu erlangen. Das ist zum Glück passé. Zumal andere Kriterien einen wahrhaften Gentleman oder zu gut deutsch «Ehrenmann» auszeichnen. Es versteht sich von selbst, dass ein Ehrenmann nicht die «eigene Ehre» sucht. In diesem Zusammenhang sei auf das gentlemanlike Understatement eines Schweizer Luxus-Uhrenhersteller hingewiesen, der von sich sagte: «Ich habe Ruhm und Ehre nie gesucht. » Die bekannte englische Schriftstellerin Jane Austen (1775 – 1817) hatte in ihren Büchern (Filmen) ein besonderes Gespür, die echten von den unechten zu unterscheiden. Nicht die Vornehmheit, sondern die Tugenden adelten ihre Romanfiguren.

Wenn ritterliche Tugenden fehlen, dann gleicht der Gentleman eher einer  „schönen Flasche“ aber ohne Inhalt. Die Vorstellung, dass wahrer Adel nur durch die rechte Gesinnung eines Menschen und nicht durch Geburt erworben werden kann, wurde in der höfischen Literatur thematisiert. Daraus entwickelte sich auf der Grundlage des höfischen Gesellschaftsideals der sogenannte Tugendadel. Der wilde germanische Recke entwickelte sich Ritter. Ein wahrer Ritter musste demnach nicht bloss von seiner gesellschaftlichen Position, sondern primär von seiner Herzenshaltung her adelig sein. Es genügte, wenn seine moralische Gesinnung edel und rein war. Jede einzelne dieser zwölf Tugenden verdient es, erwähnt zu werden:

  • Demut
  • Würde
  • Freundlichkeit
  • seelische Hochstimmung
  • Höflichkeit
  • Tapferkeit
  • maßvolles Leben
  • Großzügigkeit
  • hingebungsvolle Liebe
  • Beständigkeit
  • Treue
  • Anstand

Diesen Tugendkatalog kann man sich natürlich nicht aneignen, wie die Regeln eines Knigge Ratgebers. Eine Erneuerung des «Geistes» und damit der Herzenshaltung ist Voraussetzung, um auch nur ansatzweise diesem «Ideal» folgen zu können. Weltlich betrachtet scheint es hier die Karriereleiter nicht nach oben, sondern nach unten zu gehen. Der schnelle Gewinn bleibt aus und obendrein kann eine solche Charakterschulung sehr, sehr lange dauern.  Dennoch lohnt es sich, diese Reise auf sich zu nehmen.

Hat sich der tapfere Gentleman in den Rittertugenden bewährt, darf auch mal getrost über stilistische Unkorrektheiten hinweggesehen werden. Ob die Krawattenspitze exakt einen Zentimeter unter dem Hosenbund beziehungsweise Gürtel endet, die falschen Schuhe zu feinem Anzug oder groben Tweed getragen werden oder die allzu farbigen Socken im Wettstreit zu den vollendeten Manieren stehen, ist dann sekundär. Zumal eine Lady manches übersehen, aber alles überblicken wird!

Die lange Version des  Artikels erschien zuerst bei The Cathwalk.

PS Kleider machen Leute….